Zeitleiste 1936- 1949

1936
1936 - Die neue Drehscheibe

Die Siegener Maschinenbau AG SIEMAG lieferte in diesem Jahr eine nun auf 24m erweiterte...

Die Siegener Maschinenbau AG SIEMAG lieferte in diesem Jahr eine nun auf 24m erweiterte...

1944
1944 - Die "Gummibahn"

Mit dem weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs ab 1939 geriet auch die Deutsche Reichsbahn (seit...

Mit dem weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs ab 1939 geriet auch die Deutsche Reichsbahn (seit...

1945
1945 - Die Zerstörung

Das Schildescher Viadukt hatte die zweifelhafte, vom Ehrgeiz der Briten getriebene, "Ehre", mit...

Das Schildescher Viadukt hatte die zweifelhafte, vom Ehrgeiz der Briten getriebene, "Ehre", mit...

1945 - Die Keimzelle der Deutschen Bundesbahn

Die Reichsbahn-Generaldirektion als Verwaltung der im britischen Sektor betriebenen Eisenbahnen...

Die Reichsbahn-Generaldirektion als Verwaltung der im britischen Sektor betriebenen Eisenbahnen...

1936 - Die neue Drehscheibe

Die Siegener Maschinenbau AG SIEMAG lieferte in diesem Jahr eine nun auf 24m erweiterte Gelenkdrehscheibe, welche bis heute erhalten ist.

Vermutlich ist zu dem Zeitpunkt auch der Sandbunker errichtet worden, welcher nicht nur der trockenen Aufbewahrung des Bremssandes diente, sondern auch seiner Aufgabe als Sozialraum für die Bekohler und Ausschlacker gerecht wurde.

1936-Sandbunker (1024x732)

Einige hundert Meter weiter im Vorbahnhof entstand das Sozialgebäude der Wagenmeisterei.

1936_Wagenmeisterei

1944 - Die "Gummibahn"

Mit dem weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs ab 1939 geriet auch die Deutsche Reichsbahn (seit 1937 wieder verstaatlicht) zunehmend in das Visier allierter Bomberverbände, um Nachschublinien nachhaltig zu zerstören. Abgesehen davon, dass Bielefeld seinerzeit durchaus wichtige Rüstungsbetriebe vorweisen konnte und somit ein lohnendes Ziel war, erwies sich das Viadukt in Schildesche als deutlicher Schwachpunkt.

Die nachstehende Aufnahme zeigt junge Flakhelfer bei dem verzweifelten und sinnlosen Versuch, den Untergang des Dritten Reiches noch zu verhindern. Die Aufnahme dürfte im Frühjahr 1943 entstanden sein und wurde in einem offenen Güterwagen auf dem Güterzuggleis am südlichen Ende des Viaduktes aufgenommen. Noch ist das Viadukt unbeschädigt, das links stehende Gebäude hat die folgenden Luftangriffe jedoch nicht überstanden. Man beachte die Holzschuhe der jungen Soldaten. Auch die Bielefelder Firma Benteler stellte den 2cm Flak-Vierling 38 her und war somit ebenfalls Ziel der Luftangriffe. Der Luftangriff vom 30. September 1944 führte zu über 650 Toten und erheblichen Zerstörungen in der Altstadt.

1944_Stadtarchiv

Foto: Stadtarchiv

Nach dem gezielten Angriff am 26. November 1944 auf das Viadukt wurden gut 800 Tonnen Bombenlast abgeworfen, ca. 100 Tonnen schlugen im Vorbahnhof ein.

1944_Gummibahn

Doch diesem Angriff hielt das Viadukt noch stand. In weiser Voraussicht fiel die Entscheidung, noch im Dezember 1944 mit dem Bau einer Umgehungsbahn zu beginnen, das war die Geburtsstunde der "Gummibahn" - so genannt wegen der schlechten Gleislage. Die starke Steigung durch das Johannisbachtal hinauf zum Bahndamm war je nach Zuglänge nur durch Vorspannlokomotiven oder Nachschieben zu überwinden.

1945 - Die Zerstörung

Das Schildescher Viadukt hatte die zweifelhafte, vom Ehrgeiz der Briten getriebene, "Ehre", mit der eigens dafür konstruierten, 10t schweren Bombe namens "Grand Slam" konfrontiert zu werden. Zu wichtig war die Schienenverkehrsverbindung und so kam die Zerstörung aus der Luft am 14. März 1945. 50 Tote waren zu beklagen und die Sinnlosigkeit des Krieges wurde wenige Wochen vor der bedingungslosen Kapitulation offenbar. Der Bau der Gummibahn scheint der allierten Luftaufklärung entgangen zu sein...zumindest führte das zerstörte Viadukt nicht zu dem gewünschten Ergebnis der Streckenunterbrechung.

Das nachfolgende Bild zeigt die immense Zerstörung im Mai 1945 nach der Kapitulation.

1945_ViaduktDie folgende Aufnahme zeigt sowohl die massiven Bombeneinschläge rund um den Viadukt als auch unterhalb den Verlauf der Umgehungsstrecke, der sogenannten "Gummibahn". Ganz links erkennt man die markanten Umrisse des Ringlokschuppens.

1945_Bombenschäden (1024x495)Ein Ausschnitt des obigen Bildes offenbart die Schäden im Bahnbetriebswerk. Die Anzahl der Einschläge in unmittelbarer Nähe lassen die Vermutung zu, dass hier kaum noch an Arbeit zu denken war. Deutlich erkennt man den Bombeneinschlag in der südwestlichen Ecke des Lokschuppens.

1945_Bombenschäden_AusschnittFotos: Stadtarchiv

 

1945 - Die Keimzelle der Deutschen Bundesbahn

Die Reichsbahn-Generaldirektion als Verwaltung der im britischen Sektor betriebenen Eisenbahnen wurde am 20. August 1945 in Bielefeld gegründet und umfasste die ehemaligen Reichsbahndirektionen, unter anderem Bielefeld.

Im Folgejahr wurde die Organsiation wegen der amerikanischen Allierten in "Hauptverwaltung der Eisenbahnen des amerikanischen und britischen Besatzungsgebiets" umbenannt und zog 1947 nach Offenbach.

Die ersten Schritte zur Neugründung der Bundesbahn am 7. September 1949 in Offenbach passierten demnach also in Bielefeld.

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